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Von der Kunst, Frank William Mosher zu sein

Der König der "Burger" ist im Herzen ein Deutscher

 

Was kommt nach dem zehnten McDonald´s? "Der elfte!" Das hallt durchs offene Haus am Widmannweg, das nur vier Türen hat. Frank Mosher "Burgerinitiative"-Lachen lässt das goldene M auf seinem linken Schneidezahn blitzen. Seine Zahnärztin hat ihm mit Fräse und Permanentkleber die strahlende Corporate Identidy ins Gebiss gezaubert. Das goldene M auf Zahn und Siegelring ist, abgesehen von seiner Bulgari-Uhr, der einzige Schmuck, den er sich leistet. McDonald´s bestimmt Moshers Lebensstil, der zwischen Arbeit und Freizeit, Öffentlichkeit und Privatheit nicht trennt, Das goldene M färbt sogar seine Vorstellungen vom Ableben. Der 53-jährige Ostbayern-Lizenznehmer der weltweiten Restaurant-Kette akzeptiert keine Expansionsgrenzen, solange er die Augen offen halten kann. "Mein größter Wunsch ist es, in einem McDonald´s zu sterben. " Ein schwer verdaulicher Satz so frühmorgens um 8 Uhr.

Zu dieser Zeit empfängt der König der Burger auf seinem roten Art-Déco-Thron. Das Wort Sterben geht im Mai leichter über die Lippen, wo alles und die neunte Filiale am Arnulfsplatz im Werden ist. Und bis zur letzten Reise ist es wohl auch noch eine Weile hin. "Mein Onkel ist 96 Jahre alt geworden", sagt der nicht praktizierende Methodist

Der Herr über 500 bis 600 Gastronomie-Mitarbeiter bezeichnet sich als Power-Mensch. Er steht mit den Meisen auf, die in den alten Akazien, Linden und Kastanienbäumen ziepen und geht (in der Sommerzeit) zum Leidwesen seiner Gäste auch mit ihnen ins Bett. Sein für dieses Hochpreis-Viertel großzügiges Grundstück wird von Baumbestand des alten Rennplatzes beschattet. "Hier waren einmal die Stallungen für die Rennpferde", sagt seine Gattin, eine stilsichere Pirmasenserin. Die Frau, die Mosher morgens die Garderobe zusammenstellt, steckt jetzt Blumen in die Vasen. Sie bewegt sich dabei lautlos über weißen Marmor wie jene Edelkatze, deren Fell den deckenhohen Art-Déco-Spiegel schmückt. Wohnen und Leben als Kunstwerk. Ein Buch, beiläufig abgelegt neben roten Azaleen, hat den Titel: "Die Kunst, Chanel zu sein." Man lebt gut unter den Bäumen, die schon Fürst Albert gesehen haben, aber durchaus im ortsüblichen Rahmen. Mosher ist Deutscher, vom Pass her, von der Einstellung und vom Geblüht. Seine Ahnen, die Mosherrs, waren Hugenotten in Elsass. In Amerika hat man ihnen ein "r" genommen: "Mouscher". Die Doppelgarage kann es mit den fürstlichen Stallungen leicht aufnehmen. 500 Pferdestärken warten auf Ausritt: Ein grauer Jaguar für sie und einen grünen Mercedes CLK 300 für ihn. Frank Mosher hat noch einem roten Ferrari. Über den Neid, den er manchmal durch die weiten Maschen des Drahtzauns wittert, verliert er die Freude nicht: "Ich fahre ihn auch bei Tage."

Neid bringt dich dem Ziel nicht näher" - ein Lehrsatz von Mosher. Wer hätte in seinem Leben mehr Grund dazu gehabt als Frank William Mosher? Amerika zeigt einem gnadenlos die Kluft zwischen Wollen und Können auf. Wenn Frank Mosher in Mill Valley, jenseits der Golden-Gate-Brücke, über die Zäune schaute, sah er Porsches, Benze, sogar einen SL Goldwing 300. Mosher: "Ich bewunderte die Nachbarn, fragte: Was tust du dafür? Ich hörte nur eine Antwort: Hart arbeiten." Das tat er denn auch. Seine erste Aktie (Wrigleys Chewing Gum) kaufte er sich als Zehnjähriger für die 80 Dollar die er sich mit dem Verkauf des geschenkten Fensterputzmittels "Windsor" verdiente.

"Heute ist sie 26 000 Dollar wert." Seinen ersten Wagen, einen schwarzen Buick Spezial, kaufte er sich für 600 Dollar mit 15. Sein Vater konnte ihm nicht helfen. Der Ford-Kombi-Fahrer zahlte im Arbeitsamt von San Francisco Arbeitslosen-Unterstützung aus. Sein einziger Luxus war ein Wochenendgrundstück, wo er seine Rhododendren pflegte.Dort gab es am Sonntag, Punkt 15 Uhr, für Frank Kaffee und "Käsekuchen". Das Grundstück war mit dem Rechen gepflegt. "Wenn da ein Ast runterfiel, wurde er geschnitten und aufgeschlichtet."

Mosher mag überhaupt Klarheit, Sauberkeit. Auch im Denken: "Ich studierte griechische Philosophie, um Ordnung in meine eigene Betrachtungsweise der Welt zu bringen." Diese seine Welt dreht sich nicht ohne Geld. Seine Brüder denken anders: Einer ist Sozialarbeiter, der andere Lehrer. Frank Mosher, kinderlos unterstützt deren Kinder beim Studieren, "nicht pauschal: Nach Leistung." "Jeder hat Glück", glaubt Mosher. " Aber nur mit Geld kann man´s auch realisieren." Frank träumte als Bub davon, "Bag boy" zu sein. "Das ist der, der Essen verpackt und gegen ein Trinkgeld an die Autos trägt." Sein Traum vom Glück macht McDonald´s groß.



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