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Donnerstag, 10. Februar 2011

Systemgastronomie: Ausbildung und Laufbahn mit System

Große Gastronomie- und Imbissketten bieten vielfältige berufliche Perspektiven / Die Förderung ambitionierter Mitarbeiter gehört zum Konzept.


STUTTGART. Wer Karriere in einer Wachstumsbranche machen will, dem stehen in der Systemgastronomie viele Türen offen. Bundesweit sind rund 250.000 Mitarbeiter bei Unternehmen wie McDonald’s, Nordsee, Marché, Vapiano oder Joey’s beschäftigt.
Abwechslung, eine Vielzahl von Weiterbildungen, aber auch zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten machen den Reiz der Systemer aus. Interessenten können aus dem Vollen schöpfen: Deutschlandweit gibt es nach Auskunft des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS) etwa 12.000 Filialen. Flache Hierarchien Dass die Branche als verlässlicher Arbeitgeber mit Zukunftsperspektive wahrgenommen wird, verdeutlichen aus Sicht von BdS-Geschäftsführerin Valerie Holsboer insbesondere die sinkenden Fluktuationsraten. Im Jahr 2009 seien fast 45 Prozent aller Mitarbeiter länger als drei Jahre im Unternehmen beschäftigt gewesen. Köche, Hotel- und Restaurantfachleute sind in der Branche ebenso zu finden wie Fachleute für Systemgastronomie oder Fachkräfte im Gastgewerbe in der Systemgastronomie. Flache Hierarchien sind ein typisches Merkmal der Kettenbetriebe. Beschäftigte haben folglich gute Möglichkeiten, sich mit Ideen, Verbesserungsvorschlägen und Anregungen einzubringen. „Das schafft kreative Freiräume, aber auch die Chance, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Beschäftigte und Arbeitergeber entwickeln sich auf diese Weise kontinuierlich weiter“, so Michael Meister, Generalbevollmächtigter der Malleus Capital GmbH, die die Asia-Kette Cha Cha betreibt.


Die meisten Systemer unterhalten eigene Akademien oder Programme, durch die Mitarbeiter ihr Wissen stetig ausbauen können. „Schulungen im Bereich Marketing, Personalführung, Organisation, Qualitätsmanagement oder Betriebswirtschaft tragen dazu bei, dass die Beschäftigten beruflich  vorankommen“, sagt Andreas Kurtenbach, Geschäftsführer der Block Akademie, die unter anderem für Mitarbeiter von Block House oder Jim Block ein umfangreiches Schulungsangebot vorhält. Potenziale der Mitarbeiter zu  entdecken und gezielt zu fördern sei ein Gebot der Stunde, wie Christa Heinke, Human Resource Managerin bei Marché Germany, feststellt. Checklisten und regelmäßige Feedbackgespräche helfen laut Christian Johannsen,  Personaldirektor bei Kentucky Fried Chicken (Yum), Angestellte in ihren Fähigkeiten zu fördern und ihnen sukzessive mehr Verantwortung zu  übertragen. Auch wenn das Konzept bei Gastro-Systemern festgeschrieben ist, können Fachkräfte ihre Persönlichkeit bei der Arbeit einbringen. Ideen sind gefragt, ebenso die klassische Gastfreundschaft. „Auch bei uns will der Gast individuell angesprochen und beraten werden“, so Jörg Rataj, Manager für Recht und Personal beim Unternehmen Mitchells & Butlers Germany, das die Kette Alex betreibt. Jobs in der Zentrale Zudem bietet die Systemgastronomie vielfältige Aufstiegschancen. Wer auf der Karriereleiter nach oben steigen will, kann Positionen wie die des Schicht- oder Betriebsleiters anstreben. Auch als Ausbilder oder Schulungsleiter können sich engagierte Mitarbeiter etablieren.
Ebenso stehen Arbeitsplätze in der Firmenzentrale offen, beispielsweise in den Bereichen Marketing, Personalmanagement oder Controlling.


Sogar der Gang ins Ausland ist in der Systemgastronomie möglich, etwa mit der Fischrestaurantkette Nordsee (Seite A4). Auch Jörg Rataj von Alex betont, dass der Gang ins Ausland jederzeit unterstützt werde. „Denn die Produktentwicklung läuft im Ausland anders und auch die Prozessstrukturen sind andere als in Deutschland“, so Rataj. „Kommen die Beschäftigten zurück, profitieren wir als Gesamtorganisation natürlich von diesem neu erworbenen Know-how.“


Gerade weil die Systemgastronomie eine Expansionsbranche ist, wird der Bedarf an fachlich geschultem Personal laut Valerie Holsboer künftig weiter steigen. „Ein systemgastronomisches Restaurant ist ein hochprofessioneller Betrieb“, so die BdSGeschäftsführerin. „Wer als Schichtführer oder Restaurantleiter tätig ist, übernimmt Verantwortung in der Personalführung oder auch Lagerlogistik. Wer optimierte Prozesse und Qualitätsregeln zu schätzen weiß und Gefallen daran findet, diese zu verbessern, kann in der Branche schnell vorankommen.“
Jährlich schließen bundesweit rund 3000 Azubis ihre Ausbildung zum Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie oder zur Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie ab. Die Übernahmequote liegt laut Valerie Holsboer bei 80 Prozent. Auch in Hotellerie und Einzelhandel seien die Azubis begehrt. Etwa zehn Prozent verlassen nach ihrer Ausbildung zeitweise oder dauerhaft die Branche. Ein duales Studium, das Praxis und Betriebswirtschaft miteinander verbindet und mit dem Bachelor abschließt, ist laut Holsboer in der  Systemgastronomie ebenfalls möglich. 39 Wochenstunden. Die Verdienstmöglichkeiten sind der Geschäftsführerin zufolge nicht deckungsgleich mit Hotellerie und Gastronomie. Auch weil bestimmte Berufsgruppen in der Systemgastronomie nicht vorkommen. In der untersten Tarifgruppe liege der Einstiegssatz bei 7,50 Euro pro Stunde und in der obersten bei 17,50 Euro pro Stunde. „Außerdem haben wir sehr kontrollierte Regelungen, was Mehrarbeit anbelangt und ab wann Zuschläge bezahlt werden müssen“, so Holsboer. „Ab 23 Uhr beginnt die Nachtarbeit. Wer ab 23 Uhr zwei Stunden bis sechs Uhr arbeitet, für den gibt es nochmals 15 Prozent Zuschlag.“ Tarifvertraglich festgelegt ist eine Wochenarbeitszeit von 39 Stunden. Darüber hinaus werden in der Systemgastronomie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bezahlt.

 

Daniela Haußmann

Autor: Daniela Haußmann
Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2011/506, Seite A3





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